Spielbericht Runde 24: SC Lilienfeld – SVg Purgstall

Kampf, Leidenschaft – und ein später Nackenschlag

SC LILIENFELD – SVg PURGSTALL 2:1 (0:0).

Was für ein bitterer Fußballabend in Lilienfeld. Die SVg Purgstall hat in einem leidenschaftlich geführten Duell der 2. Landesliga West bis zum Schluss alles reingeworfen – und steht am Ende doch mit leeren Händen da.

Von Beginn an war spürbar: Hier schenken sich zwei Teams keinen Zentimeter. Purgstall trat kompakt auf, war zweikampfstark und ließ kaum klare Möglichkeiten zu. Auch wenn spielerische Glanzpunkte zunächst Mangelware blieben, überzeugte die Mannschaft mit Disziplin, Einsatz und mannschaftlicher Geschlossenheit. Das 0:0 zur Pause spiegelte den Spielverlauf wider – alles offen, alles möglich.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie Fahrt auf – leider zunächst mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Ein langer Ball, ein Moment der Unordnung, und plötzlich lag Purgstall 0:1 zurück (58.). Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Hereingabe sprang der Ball an die Hand eines Lilienfelder Verteidigers – Elfmeter!
Özkan Dinc übernahm Verantwortung und verwandelte eiskalt zum hochverdienten 1:1 (61.). Ein Treffer, der zeigte, welchen Charakter dieses Team hat.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Purgstall suchte mutig die Entscheidung, war präsent und voll im Spiel. Doch dann die kalte Dusche: In der 85. Minute nützte Lilienfeld eine Flanke eiskalt aus – 2:1. Ein Treffer, der schmerzt, weil er genau in eine Phase fiel, in der zumindest ein Punkt absolut greifbar war.

Trotz aller Bemühungen in der Schlussphase wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen. Was bleibt, ist die Erkenntnis: Die Mannschaft hat alles gegeben – belohnt wurde sie dafür nicht.

Eine Niederlage, die weh tut. Nicht, weil man unterlegen war – im Gegenteil. Purgstall war absolut auf Augenhöhe und hätte sich zumindest einen Punkt verdient gehabt. Am Ende entscheiden Details – und diesmal leider gegen uns. Jetzt gilt es, die Enttäuschung schnell abzuschütteln und die gezeigte Leistung in die nächsten Spiele mitzunehmen.

STATISTIK

Torfolge: 1:0 (58.) Bazaliev, 1:1 (61., Elfmeter) Dinc, 2:1 (85.) Bazaliev.

Gelbe Karten: Bazaliev (41. Foul), Amir Ebrahim (50. Kritik); Alexander Obermayr (60. Kritik), Uka (74. Foul), Hofmarcher (86. Unsportlichkeit).

Lilienfeld: Koyun; Gad El Rab El Sayed, Amir Ebrahim, Hikal, Bazaliev, Soare, Yusuf Ebrahim, Gravogl, Elnour (90+2. Grünbichler), Poglitsch (81. Basholli), Dumancic.

Purgstall: Zadrapa; Käfer (77. Koc), Schiefer, Kevin Obermayr, Dinc, Jagersberger, Alexander Obermayr (86. Hofmarcher), Uka, Pitzl, Stöckel, Steinwander.

100 Zuschauer, Schiedsrichter: Peter Kraft.


U23: Offensivfeuerwerk

Ein ganz anderes Bild zeigte die U23 – zumindest auf den ersten Blick des Ergebnisses. Mit einem klaren 6:0-Auswärtssieg dominierte Purgstall die Partie in Lilienfeld eindrucksvoll.

Doch der Spielverlauf war zunächst enger, als es das Resultat vermuten lässt. Erst kurz vor der Pause erlöste Paul Schragl sein Team mit dem 1:0 (42.). Nach Wiederbeginn brachen dann alle Dämme: Michael Eisenmann (50.) und Sebastian Hintersteiner (53., 67.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Spätestens jetzt spielte sich Purgstall in einen echten Flow.

Mit weiterem Offensivdrang schraubten Schragl (80.) und Christian Koppatz (87.) das Ergebnis in die Höhe. Ein Auftritt voller Spielfreude, Tempo und Konsequenz im Abschluss.

Ein hochverdienter und auch in dieser Höhe beeindruckender Sieg. Die Mannschaft zeigte Moral, Qualität und Spielfreude.

U23: 0:6 (0:1)

Tore: 42‘ 0:1 Paul Schragl, 50‘ 0:2 Michael Eisenmann, 53‘ 0:3 Sebastian Hintersteiner, 67‘ 0:4 Sebastian Hintersteiner, 80‘ 0:5 Paul Schragl, 87‘ 0:6 Christian Koppatz.

Schiedsrichter: Herbert Steininger

Purgstall: Felix Stoderegger, David Sauprügl, Endris Uka, Sebastian Hintersteiner, Michael Metzinger, Paul Schragl, Christian Koppatz (K), Jakob Huber, Michael Eisenmann, Samuel Nagy Elbaky, Andreas Stoppacher.

Ersatzspieler: Philipp Steinwander, Martin Bendinger, Koray Özkan, Raphael Auer, Constantin Brandhofer.

Gesamtblick

Ein Abend der zwei Gesichter: Während die Kampfmannschaft trotz großem Einsatz knapp scheitert, liefert die U23 ein echtes Ausrufezeichen. Genau diese Mischung zeigt aber auch das Potenzial im Verein: Einsatz, Zusammenhalt und Qualität sind vorhanden.

Jetzt heißt es: Kopf hoch, weiterarbeiten – und gemeinsam zurückschlagen.